Geschlechtergerechtigkeit

Geschlecht als Unterscheidungsmerkmal strukturiert unser tägliches Leben auf tiefgreifende Weise. Es durchdringt alle gesellschaftlichen Bereiche –von den Räumen, in denen wir leben, über jene, in denen wir arbeiten, bis hin zu digitalen Räumen. Während Frauen in der EU durchschnittlich mehr als 16% weniger pro Stunde verdienen als Männer, ist diese Zahl in osteuropäischen Ländern noch höher. Digitale Räume sind gleichermaßen geschlechtsspezifisch geprägt. Im Internet werden Geschlechtsnormen oft noch weiter verschärft – zum Nachteil von (jungen) Frauen und nicht-binären Menschen, deren Erfahrungen mit Online-Belästigung weitreichende Auswirkungen auf ihr Online-Engagement haben. Was das auf einer konkreten Ebene für die gelebten Erfahrungen der Betroffenen bedeutet und wie diese Unterschiede unter Einbindung betroffener Communities gemindert werden könnten, wird im Mittelpunkt dieser R&I Action stehen.

Warum Citizen Social Science für Geschlechtergerechtigkeit in Europa?

Wir werden Citizen Social Science als einen starken Bottom-up-Ansatz nutzen, um neue Initiativen zur Geschlechtergerechtigkeit in Berlin, Osteuropa und Paneuropa zu ermöglichen. Ziel ist es auch hier, nah an der Lebens- und Erfahrungswelt der Betroffenen zu bleiben.

Wie wird das umgesetzt?

Im Jahr 2021 werden drei offene Calls gestartet, um Citizen Social Science Projekte zu Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Jeder Call hat unterschiedliche Geschlechterperspektiven und konzentriert sich dabei auf folgende Themen und zugehörige Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals SDG):

  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in leistbarem Wohnraum und Stadtplanung; SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • Das geschlechtsspezifische Lohngefälle; SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Chancen und Risiken der Digitalisierung; SDG 5 - Geschlechtergerechtigkeit

Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere feministische und andere geschlechtsspezifische Bewegungen (einschließlich nicht-binärer Bewegungen), werden zur Teilnahme ermutigt. Die ausgewählten Teilnehmer*innen werden von unseren Konsortialpartner*innen betreut.

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